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Medienempfehlungen


In lockerer Folge möchten wir an dieser Stelle grundsätzliche und aktuelle linke Medienangebote und Literatur besprechen. Dabei wollen wir möglichst viele Sparten berücksichtigen - Empfehlungen aussprechen, und wenn möglich, auch detaillierte Besprechungen anbieten. 

Dabei soll es nicht allein um Politik im engeren Sinne gehen. Im Sinne von Gramsci wollen wir die bürgerliche kulturelle Hegemonie in unserer Gesellschaft angreifen. Deshalb wollen wir dabei auch Wissenschaft, Kultur, Kunst und Unterhaltung berücksichtigen - sofern sich MitstreiterInnen finden, die dabei mitmachen und Produktives zur Verfügung stellen. Wir bitten um die Zusendung möglichst vieler und gehaltvoller Beiträge.



"Ich hoffe, Kurt Beck steht zu seinem Wort"
Der Film zum Bahn-Beschluss des SPD-Parteitags


Der 19-minütige Film "Börsengang gestoppt? Signale zur Privatisierung weiter auf Grün!" zeigt eindrucksvoll, wie es am 27. Oktober 2007 in Hamburg zum Beschluss des SPD-Bundesparteitag zur Bahnprivatisierung kam. Und wie die Privatisierungsbetreiber nun das Holdingmodell dagegen stellen.

Im ersten Teil des Films wird das Bündnis "Bahn für Alle" mit seiner beharrlichen Arbeit gegen die Bahnprivatisierung vorgestellt. Zu sehen sind neue Bilder von Aktionen. Der zweite Teil dokumentiert die Debatte des SPD-Parteitags zur Zukunft der Bahn und die enstandene Dramatik; zu sehen sind mehrere kritische Redner, ausführlich die bejubelte Rede von Peter Conradi, ein nervöser Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee.

Zu sehen ist, wie im Hintergrund Minister Tiefensee, Parteivorsitzender Kurt Beck und seine Stellvertreterin Andrea Nahles und andere nach einer Lösung suchen. Und dann kommt Becks Versprechen, dass die SPD ohne einen neuen Parteitagsbeschluss keiner Privatisierung jenseits der strengen Kriterien zustimmen wird.

Schließlich wird das kurz nach dem Parteitag geborene Holdingmodell beschrieben und bewertet. Der SPD-Politiker Peter Conradi zerpflückt am Ende des Films das Holdingmodell, benennt die Widersprüche zum Parteitagsbeschluss und erklärt: "Ein Parteivorsitzender, der einen Finanzminister Steinbrück zum Stellvertreter hat, der braucht keine Feinde."

Der Film schließt mit Conradis Aussage: "Ich hoffe, Kurt Beck steht zu seinem Wort.


Dies ist ein Film von Herdolor Lorenz unter Mitwirkung von Klaus Ihlau, Dr. Winfried Wolf, Rolf Becker und Hans-Gerd Öfinger.
Länge: 19 Minunten
Die DVD mit dem 19-Minuten Film kostet 12,50 Euro und kann im Attac-Webshop zusammen mit anderem Kampagnenmaterial gekauft werden.


Kleines Personenverzeichnis - gezeigt werden Auschnitte aus den Parteitagsreden von:
Walter Meinhold aus Hannover (bereits zu Beginn des Films) Hubertus Heil (Generalsekretär) Michael Müller, Vorsitzender der SPD Berlin Björn Böhning, damals Juso-Vorsitzender Eckart Kuhlwein, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und einer der Erstunterzeichner des Aufrufs "Sozialdemokraten gegen Bahnprivatisierung" Peter Danckert, Bundestagsabgeordneter (der sagt: Gäbe es den Kompromissantrag des Vorstands nicht, dann würde der Parteitag eine klare, eindeutige Ablehnung beschließen) Peter Conradi, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und einer der Erstunterzeichner des Aufrufs "Sozialdemokraten gegen Bahnprivatisierung" und Mitglied der Expertengruppe "Bürgerbahn statt Börsenbahn" Kurt Beck, SPD-Vorsitzender Matthias Kollatz-Ahnen vom Bezirk Hessen-Süd Drei Sätze Webshop / DeineBahn.de

By KGSch, html by WiVo




Aktuelle Friedens- und Militärpolitik in Deutschland

Ich mische mich ein Markante deutsche Lebensläufe
Wolfgang Bittner / Mark vom Hofe (Hg.)
'Zur WDR5-Sendereihe "Erlebte Geschichten"
ISBN 3-89502-222-5;
€ 12,90

Seit 1982 sendet der Westdeutsche Rundfunk in Köln mit großer Resonanz die "Erlebten Geschichten", in denen Zeitzeugen zu Wort kommen, die über ihr Leben berichten: Schriftsteller, Künstler, Politiker, Schauspieler, Gewerkschaftler, Wissenschaftler, Journalisten, Sportler, Unternehmer, manchmal auch völlig unbekannte Zeitgenossen, die ein interessantes, erzählenswertes Leben hatten.

Auf diese Weise sind Zeitdokumente mit ungewöhnlichen und damit erhaltenswürdigen, auch spannenden sozialen, psychologischen, politischen oder auch philosophischen Einblicken entstanden. In diesem Band sind einige der Interviews mit Persönlichkeiten versammelt, die - jede auf ihre Weise - am politischen Diskurs in Deutschland mitgewirkt, "sich eingemischt" haben: Dieter Hildebrandt, Oskar Negt, Katja Ebstein, Jutta Limbach, Günter Wallraff, Gerhart-Rudolf Baum, Erhard Eppler, Michael Preute (alias Jaques Berndorf), Helmuth Prieß, Peter Palitzsch, Max von der Grün, Dieter Süverkrüp, Joseph Weizenbaum, Konrad Tempel, Josef Angenfort, Klaus Staeck, Hanns Dieter Hüsch, Klaus Förster, Hans Weide, Wilhelm Knabe, Marianne Fritzen, Frigga Haug, Kakob Moneta.


2. Frieden ist der Ernstfall.
Die Soldaten des DARMSTÄDTER SIGNALS im Widerspruch zwischen Bundeswehr und Friedensbewegung

von Dr. Lothar Liebsch
zu beziehen über Jenior-Verlag, Lassallestr. 15, 34119 Kassel
ISBN 3-934377-84-X
Preis 15,- Euro

Dr. Lothar Liebsch hat mit seiner Arbeit eine gründliche, faktenreiche und detaillierte Aufarbeitung der sicherheits- und verteidigungspolitischen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland in den 80er und 90er Jahren aus der Perspektive einer systemangehörigen Gruppe kritischen Soldaten vorgelegt. Dabei steht nicht die regierungsamtliche Sicherheitspolitik im Mittelpunkt der Betrachtung sondern die kritische Gegenposition der Soldaten des DARMSTÄDTER SIGNALS.

Deren Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte, ihr Verhältnis zu anderen Gruppen in der Friedensbewegung aber auch zur politischen und militärischen Führung der Bundeswehr und der Öffentlichkeit sind Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. Diese besondere Perspektive verbunden mit einer stets authentischen Darstellung der Ereignisse erlauben dem Leser ungewöhnliche Einblicke in das Innenleben der Bundeswehr.

Die kritischen Soldaten waren sich immer im klaren, dass ihre Kritik in der Bundeswehr aber auch bei der jeweiligen Regierungskoalition nicht erwünscht war. In diesem Zusammenhang geht der Autor der Frage nach: Wie demokratiefähig ist die Bundeswehr? Können aufklärerisch kritische orientierte Soldaten ihre grundgesetzlich verbürgten staatsbürgerlichen Rechte in einer hierarchisch gegliederten Institution wahrnehmen, ohne von ihren Vorgesetzten dafür sanktioniert zu werden. Das ist eine spannende Frage, nicht nur für die betroffenen Soldaten. An zahlreichen Beispielen wird aufgezeigt, mit welchen subtilen Mitteln und mit welcher Hartnäckigkeit, die Bundeswehrführung versucht, die kritischen Soldaten innerhalb der Bundeswehr zu isolieren und ihre Arbeit zu unterbinden.

Die Analyse des Sachverhaltes führt zu ernüchternden Ergebnissen: Jede Kritik an der gültigen Einsatzstrategie der Streitkräfte wird als unzulässiger Angriff auf die Gesamtorganisation Bundeswehr gewertet. Die Urheber der Kritik gelten im Kameradenkreis als Nestbeschmutzer. Wer sich als Soldat auf seine grundgesetzlich verbürgten Rechte beruft, muss erfahren, dass diese Rechte immer wieder der uneingeschränkten Funktionsfähigkeit der Streitkräfte untergeordnet werden.

Das Ergebnis ist absehbar: Die hierarchisch strukturierte Großorganisation Bundeswehr leidet offenkundig an einem signifikanten Demokratiedefizit. Im militärischen Alltag bleibt der so oft beschworene Staatsbürger in Uniform ein Phantom, weil in der Bundeswehr der Raum zur Entfaltung kritischer Positionen fehlt. Die vorliegenden Studie ist eine fundierte Analyse zum Thema Streitkräfte im demokratischen Staat.

Es ist dem Autor gelungen, die offizielle Lesart von der erfolgreichen Integration der Streitkräfte in die demokratische Gesellschaft ebenso wie die vermeintliche Existenz des Staatsbürgers in Uniform mit gut recherchierten Beispielen eindrucksvoll zu widerlegen. Auch aus diesem Grund ist diesem Buch eine sachkundige und kritische Leserschaft zu wünschen.

3. Der Kosovo-Konflikt - Wege in einen vermeidbaren Krieg
Die Zeit von Ende November 1997 bis März 1999
Von Heinz Loquai
Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden, 2000


4. Auftakt zum Vernichtungskrieg
Die Wehrmacht in Polen 1939

Von Jochen Böhler
Fischer Taschenbuch Verlag; Frankfurt/M.; 2006

5. Die Bundeswehr
Eine kritische Geschichte 1955-2005

Von Detlef Bald
Verlag C.H.Beck; 2005


6. Perspektiven der Inneren Führung
Zur gesellschaftlichen Integration der Bundeswehr

Von U.v.Hagen, B.Klein (Hg.)
Berliner Wissenschafts-Verlag; 2005


7. Am Hindukusch und anderswo
Die Bundeswehr: Von der Wiederbewaffnung in den Krieg. - Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung

(Hg.) 8. "Staatsfeinde in Uniform? Widerständiges Verhalten und politische Verfolgung in der NVA"
Von Rüdiger Wenzke (Hg.)
Ch. Links Verlag, Berlin, März 2005


9. Friedensgutachten 2005 der Friedensforschungsinstitute der BRD
Von Reinhard Mutz u.a.

LIT Verlag, Münster; 2005


10. Krieg und Gedächtnis
Von W.Wende (Hg.)
Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg; 2005


11. Wider die Kriegsmaschinerie
Kriegserfahrungen und Motive des Widerstandes der "Weißen Rose"

Von Detlef Bald (Hg.)
Klartext Verlag; Essen; 2005


12. Täter
Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden

Von Harald Welzer
S.Fischer Verlag, Frankfurt/M., Sept. 2005


13. Mörder unterm Edelweiß
Von R.Klein, R.Mentner, St. Stracke (Hg.)
PapyRossa Verlag, Köln 2004





Wir empfehlen weiterhin:
  • Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Dr. Bettina Lösch, Dr. Ralf Ptak
    Kritik des Neoliberalismus


    VS Verlag für Sozialwissenschaften
    http://www.vs-verlag.de
    ISBN 978-3-531-15185-4

Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Dr. Bettina Lösch und Dr. Ralf Ptak sind als sozial-, Politik- bzw. Wirtschaftswissenschaftler an der Universität zu Köln tätig.


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Kaum jemand leugnet, dass sich der Sozialstaat in einer tiefen Krise befindet, aber ist es auch die Krise des Sozialstaates, oder wird dieser nur zum Hauptleidtragenden einer Entwicklung, deren Ursachen ganz woanders liegen?

Um welche Sachfragen und Kontroversen es bei der Diskussion darüber geht, macht dieses Buch deutlich. Sein Verfasser stellt Zusammenhänge zwischen der Entwicklung des Weltmarktes („Globalisierung“), dem demografischen Wandel der Gesellschaft sowie den Strategien einflussreicher Gruppen her und beleuchtet die Hintergründe der verschiedenen „Umbau“-Konzepte.

Kernstück des Bandes ist eine kritische (Zwischen-)Bilanz der rot-grünen wie der schwarz-roten Sozialpolitik, die der Autor für ungeeignet hält, den Wohlfahrtsstaat als Jahrhundertprojekt zu retten. Daher werden Alternativen zur gegenwärtigen Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Steuer- und Familienpolitik erörtert.

Der Autor: Prof. Dr. Christoph Butterwegge, geb. 1951, lehrt seit 1998 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln.

Inhalt
  • Vorbemerkungen
    1. Grundlagen und Organisationsstrukturen des Sozialstaates
    1.1 Begrifflichkeiten, Definitionen und Wohlfahrtsstaatstheorien
    1.1.1 Aufgaben der Sozialpolitik: Inklusion, Kompensation und Emanzipation
    1.1.2 Wohlfahrts- und Sozialstaat: Entwicklungsstufen, Gegensätze oder Synonyme?
    1.2 Wohlfahrtsstaatstypen im internationalen Vergleich
    1.3 Struktur- und Gestaltungsprinzipien des deutschen Sozialsystems
  • 2. Das „goldene Zeitalter“ des Wohlfahrtsstaates: Auf-, Ab- und Ausbau des Systems der sozialen Sicherung
    2.1 Entstehung und Entwicklung des Sozialstaates im Kaiserreich (1870/71 bis 1914)
    2.2 Konsolidierung des Sozialstaates, Weltwirtschaftskrise 1929/33 und „Drittes Reich“
    2.2.1 Der Erste Weltkrieg als Katalysator und die Weimarer Republik als Stabilisatorin sozialer Sicherung
    2.2.2 Volkswirtschaft, Wohlfahrtsstaat und Demokratie im Niedergang
    2.2.3 Zentralisierung, Entdemokratisierung und Ethnisierung des Sozialstaates unter Adolf Hitler
    2.3 Vom Zweiten Weltkrieg bis zur Weltwirtschaftskrise 1974/75: Sozialpolitik als Waffe im Kampf der Systeme
  • 3. Vom Modellfall zum Auslaufmodell? – Medienberichterstattung und Akzeptanzprobleme des Wohlfahrtsstaates3.1 Die prinzipielle Kritik am Sozialstaat
    3.1.1 Neoliberale beklagen die Bürokratisierung des Staates und die Schwächung der wirtschaftlichen Dynamik
    3.1.2 Kommunitarier monieren die Dominanz des Marktes und die Entmachtung bzw. Entmündigung der Zivilgesellschaft
    3.1.3 Feministinnen bemängeln die Orientierung des Sozialleistungssystems am Industriearbeiter und die Benachteiligung der Frau
    3.2 Die populäre Kritik am Sozialstaat
    3.2.1 Generosität als Strukturmangel des Wohlfahrtsstaates – das Argument seiner übertriebenen Großzügigkeit („soziale Hängematte“)
    3.2.2 Leistungsmissbrauch als permanente Gefahr – das Argument einer massenhaften Ausbeutung des Wohlfahrtsstaates (durch „Sozialschmarotzer“)
    3.2.3 Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung als Bedrohung des Sozialstaates – das Argument seiner Überlastung durch den demografischen Wandel („Vergreisung“)
    3.2.4 Sozialpolitik als übermäßige Belastung des Wirtschaftsstandortes – das Argument eines durch die Globalisierung erzwungenen Umbaus („Standortschwäche“)
    3.3 Auswirkungen der Kritik auf das Massenbewusstsein: Ergebnisse von Umfragen zum Rückhalt des Sozialstaates
  • 4. Wirtschaft, Soziales und Wohlfahrt in der (Sinn-)Krise
    4.1 Massenarbeitslosigkeit, Finanzierungsprobleme des Sozialstaates und Leistungsabbau durch die Regierung Schmidt (1974/75 bis 1982)
    4.2 Die erste Halbzeit der Regierung Kohl (1982 bis 1989/90): „Wende“-Rhetorik und staatliche Konsolidierungspolitik
    4.3 Die zweite Halbzeit der Regierung Kohl (1990 bis 1998): Wiedervereinigung auf Kosten des Sozialstaates?
    4.4 Die liberalkonservative Transformation des Sozialstaates und ihre Legitimation auf einzelnen Politikfeldern
    4.4.1 Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes als Rezept zur Verringerung der Erwerbslosigkeit
    4.4.2 Kommerzialisierung des Gesundheitswesens und Reindividualisierung des Krankheitsrisikos
    4.4.3 Rekultivierung der Familienpolitik als Kernstück konservativer Sozialstaatlichkeit
    4.4.4 Die Soziale Pflegeversicherung als neuer Versicherungszweig: Krönung oder Niedergang der Wohlfahrtsstaatsentwicklung?
    4.5 Fazit
  • 5. Die rot-grüne Regierungspolitik: Auflösung des „Reformstaus“ oder Verschärfung des Sozialabbaus?
    5.1 Sozialreform im Konsens? – Wiederbelebung, Ergebnisse und Scheitern des „Bündnisses für Arbeit“
    5.2 Haushaltskonsolidierung auf Kosten der Beschäftigten, Bedürftigen und sozial Benachteiligten?
    5.3 Die rot-grünen Steuerreformen als modifizierte Fortsetzung der Umverteilung von unten nach oben
    5.4 Die sog. Riester-Rente: ein Schritt zu mehr Generationen- und Geschlechtergerechtigkeit?
    5.5 Revolution in der staatlichen Familienpolitik oder frauenpolitischer Rollback?
    5.6 Die sog. Hartz-Kommission, ihre Vorschläge zur Arbeitsmarktreform und deren Umsetzung
    5.7 Gerhard Schröders „Agenda 2010“ als Bauplan für den Um- bzw. Abbau des Sozialstaates
    5.8 Einrichtung, Arbeit und Resultate der sog. Rürup-Kommission
    5.9 Gesundheitsreformen zwischen mehr Solidarität, Marktorientierung und Wettbewerbswahn
    5.10 Armutsberichterstattung und -bekämpfung
    5.11 Fazit
  • 6. Diskussionen über den Wohlfahrtsstaat der Zukunft
    6.1 Die sozialdemokratische Programmdebatte und Wandlungen der Wohlfahrtsstaatstheorie
    6.2 Das Schröder/Blair-Papier und der „aktivierende Sozialstaat“ als Leitbild der sog. Neuen Mitte
    6.3 Die soziale Gerechtigkeit – Grundwert oder Standortrisiko?
    6.4 Rot-grüne Regierungspraxis und sozialdemokratische Prinzipien im Widerstreit
    6.5 Modernisierung oder Abschied der SPD (wie auch der CDU) von sich selbst?
  • 7. Alternativen zum neoliberalen Um- bzw. Abbau des Sozialstaates
    7.1 Vermarktlichung des Sozialstaates oder Einführung der Bürgerversicherung
    7.2 Vorgeschichte und Wegbereiter (der Idee) einer Bürgerversicherung
    7.3 Finanzierungsalternativen der Krankenversicherung: Gesundheitsprämie oder Bürgerversicherung
    7.4 Steuer- statt Beitragsfinanzierung der sozialen Sicherung: eine Fehlorientierung
    7.5 Abkopplung der sozialen Sicherung von der Erwerbsarbeit durch eine Wertschöpfungsabgabe
    7.6 Die solidarische Bürgerversicherung – institutioneller Kern eines zukunftsfähigen Sozialstaates
    7.7 Einwände gegen die Bürgerversicherung und Möglichkeiten ihrer Widerlegung
    7.8 Die bedarfsabhängige Grundsicherung als Schritt zur (bzw. Ergänzung der) Bürgerversicherung
    7.9 Existenzgeld und bedingungsloses Grundeinkommen – Irrtümer einer linksradikalen Sozialstaatskritik
  • 8. Zwischenbilanz der Koalition von CDU, CSU und SPD: Sozialpolitik paradox – großzügig und kleinkariert
    8.1 Entstehungsgeschichte, Hauptrepräsentanten und Grundpositionen der Großen Koalition
    8.2 Wohlfahrtsstaat im Zangengriff – mediale Stimmungsmache und erste Weichenstellungen
    8.3 Nebenwirkungen und „Nachbesserungen“ von Hartz IV: Reformmaßnahmen zur „Korrektur“ der Arbeitsmarktreformen
    8.4 Familien- als Bevölkerungspolitik: Kampf der Armut an statt der Armut von Kindern
    8.5 Der geplante Gesundheitsfonds als Vorbereitung der Gesetzlichen Krankenversicherung auf einen Systemwechsel?
    8.6 Die steuerpolitische Springprozession der Großen Koalition: Mehrwert-, „Reichen-“, Unternehmen- und Erbschaftsteuer
    8.7 Mehr Freiheit durch weniger Sicherheit, Gleichheit und Gerechtigkeit? – Eine kritische Zwischenbilanz
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Literaturauswahl

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