| Protestiert gegen „Opfermarsch“ der NAZIS in Zweibrücken Aus Anlass der Zerstörung Zweibrückens durch einen alliierten Bombenangriff am 14. 3. 1945 rufen Ewig-Gestrige am 13. 3. 2010 in Zweibrücken zu einem makabren „Opfermarsch“ auf. Sie wollen damit die niemals zu tilgende Schuld der NAZIs für den barbarischen Krieg und für den Tod so vieler Millionen unschuldiger Opfer vergessen machen.
Wie in Dresden wollen sie die Menschen gegeneinander aufhetzen und aufs Neue ihren Wahn verbreiten. Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, die Wahrheit der Vergangenheit zu leugnen und offen oder verdeckt zu neuerlichem Mord und Totschlag aufzurufen. Sie wollen den Hass auf Minderheiten und andere Völker schüren. Auch diesmal besteht der Braune Mob überwiegend aus NPD-Funktionären, Kameradschaftsaktivisten und anderen Rechtsextremen aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und der weiteren Umgebung.
Wir wollen die Wahrheit nicht vergessen: Ohne den Rückhalt in der deutschen Bevölkerung und ohne „Herrenrassenwahn“ hätte den NAZIs niemals die bestialische Vernichtung von über 6 Millionen „jüdischer“ Menschen aus allen europäischen Ländern gelingen können. Auch die Massenmorde an Millionen von Kriegsgefangenen, vielen Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftern, Behinderten, Sinti, Roma, Schwulen und Lesben, an engagierten Christen aller Konfes-sionen und an anderen politischen, weltanschaulichen, und sozialen Minderheiten hätten niemals stattfinden können, wenn es den NAZIs nicht gelungen wäre, große Teile der deutschen Gesellschaft an sich und ihre verbrecherische Weltanschauung zu binden und viele Helfershelfer zu gewinnen.
Nicht nur in Zweibrücken gab es Sammellager, in die so viele Unschuldige mit Terror und Gewalt als „Untermenschen“ zum Abtransport in den sicheren Tod getrieben wurden – viele Zweibrücker und Zweibrückerinnen haben es gewusst und dennoch stillschweigend hingenommen. Ein erklärtes Ziel der alliierten Bombardierung war, den letzten Widerstand der NAZIs zu brechen und die Welt von dieser Pest zu befreien.
Es ist und bleibt völlig gleichgültig, ob sich in dieser Zeit auch andere in Schuld verstrickten. Denn es waren die NAZIs selbst, die ganz Deutschland zur „Festung“ erklärt, den „Totalen Krieg“ ausgerufen und die Vernichtung aller Menschen vorsätzlich in Kauf genommen haben.
Auch in Zweibrücken wurde von fanatisierten NAZIs und ihren Anhängern bis in die letzten Stunden militärisch sinnlose „Gegenwehr“ der Bevölkerung erzwungen. Dabei kümmerte die NAZIS nicht, dass es Unschuldige waren, Frauen Kinder, alte Menschen, Kriegsgefangene und Ver-schleppte und auch viele deutsche Deserteure, die noch in letzter Minute vorsätzlich dem abscheu-lichen NAZI-Wahn geopfert wurden.
Es kann nicht sein, dass auch heute wieder NAZIS und Sympathisanten ihr makabres Propaganda-schauspiel für die NAZI-Barbarei ungehindert in Zweibrücken aufführen können. Die demokrati-sche Zivilgesellschaft und alle human denkenden Menschen dürfen sich derartige Provokationen nicht noch einmal gefallen lassen. Die Gemeinschaft alle Demokraten will nicht länger zulassen, dass 65 Jahre nach der Bombardierung Zweibrückens und dem Ende der Hitler-Barbarei NAZIS erneut die barbarischen Verbrechen leugnen und die allein durch Hitlers Schergen zu verantwortenden unschuldigen Toten für die Verbreitung ihrer schändlichen Ideologie missbrauchen! DIE LINKE.Rheinland-Pfalz
- Auf nach Zweibrücken!
- Am 13. 3. gilt es gemeinsam die Demokratie zu schützen!
- Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!
Martin Klein, Stellvertretender Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Rheinland-Pfalz, 7. März 2010
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